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Die Geschichte, wie ich zu meinem Plymouth Valiant Signet gekommen bin ...
Anfang 2002 begannen Überlegungen, für meine Internetfirma cybercool - Shop & Museum einen werbewirksam einzusetzenden älteren US-Kombi zu kaufen. Ein 50er- oder 60er-Jahre Fahrzeug sollte es sein, in möglichst gutem Zustand, um nicht gleich mit größeren Restaurierungsarbeiten beginnen
zu müssen. Nach einigen Tagen Internet-Recherche schien die größte Auswahl
an Wagen in der Schweiz zu stehen, so dass nach entsprechender
Vorbereitung und dem Ausdrucken von Händlerangeboten eine kleine
Wochenend-Rundreise geplant wurde.Die Fahrt führte uns zuerst zur Touring Garage in Oberweningen, wir hatten hier einen 1956er Chevy Nomad aus dem Internet gefischt. Der Chevy war ein schöner Wagen, aber in einigen Details doch noch zu überarbeiten, was ich eigentlich nicht vorhatte. Nächste Station war Rüede DreamCars
in Niederwil, hier stand ein wunderschöner 1957er Chevy Nomad zum Verkauf.
Wirklich ein sehr schönes Auto, mit hohem Aufwand restauriert, aber preislich weit oberhalb unseres
eingeplanten Etats.
Verschiedene kleinere Händler im Raum Zürich folgten, dann besuchten wir die Firma USA-Autos in Schlieren. Hier hatten wir verschiedene große Kombis im Internet gefunden. Der Pontiac, den wir besichtigen wollten, war schon weg, ein 1953er Chevrolet Bel Air Coupé mit älterer Restaurierung war zwar schön, aber eben kein Kombi, und ein 1978er Chevrolet Caprice Classic war auch schön, aber zu neu (kein H-Kennzeichen möglich). Ein 1967er Plymouth Valiant Signet ist uns dort
dann aufgefallen: 37.000 km, 1. Hand,
Chrom, Blech und Innenausstattung in sehr schönem Zustand,
Lenkrad-Automatik, ein Philips-Cassettenspieler am Blaupunkt-Radio, und eine vordere Sitzbank, alles original und echt bis
hin zum Aufkleber "Automontage Schinznach"
in der Heckscheibe. Ein paar Lackfehler, aber das steht einem solchen
Originalauto mit 35 Jahren auf den Rädern wohl zu. Allerdings, auch kein
Kombi, und auch kein V8, sondern "nur" ein 225er "Slant Six" Sechszylinder
mit 145 PS. Das Auto kam trotzdem auf die Liste der als "sehr
interessant" eingestuften Fahrzeuge.An diesem Samstag fuhren wir noch weiter bis Bern, am Sonntag wurde aber dann auf der Rückfahrt wiederum Schlieren angesteuert, um den Valiant nochmals zu sehen ... Über Zürich-Flughafen ging's zurück nach Deutschland, in Rottweil wurde noch ein 1955er Chevy Kombi besichtigt, aber etwas besseres als der Valiant in Schlieren kam nicht mehr nach. Nach ein paar Tagen Bedenkzeit und intensiver Recherche im Internet haben
wir beschlossen, den Valiant zu holen. Am 8. Februar fuhr ich mit dem Zug
- einigen Schweizer Franken und ein paar Euro in der Tasche - nach Zürich,
Herr Brawand von USA-Autos holte mich mit dem Valiant am Bahnhof Schlieren
ab, und nach dem Besorgen eines Exportkennzeichens in Zürich ging's ab
nach Hause. Die Zollabfertigung im Zollamt Konstanz Autobahn ging
problemlos vonstatten. Ich hatte als Neuling in Sachen Export/Import doch
die Hilfe einer Spedition in Anspruch genommen, gut angelegte 45 Euro,
schon allein wegen der gesparten Zeit. Gegen Abend traf ich im heimischen
Kupferzell ein.
Die folgenden Wochen vergingen mit Wartungs- und Einstellarbeiten, die
Umrüstung für den deutschen TÜV - Umrüstung von Sealed Beam Scheinwerfern
auf neue H4, gelbe Blinker - war mit wenig Aufwand zu machen. Am 8. März
2002 erfolgte die TÜV-Abnahme (ohne Mängel) und die Zulassung.Noch zu erledigen sind die Überholung des Vergasers (Loch beim Beschleunigen), die Überholung des Cassettenspielers (der hat ca. 30 Minuten perfekt Jimi Hendrix gespielt, dann waren wohl die alten Antriebsriemen fertig) und die Beseitigung kleinerer Lackmängel. Wegen der originalen Thermoplast-Lackierung ist es nicht möglich, großflächig beizulackieren, so haben wir beschlossen, nur vorsichtig Rostvorsorge zu betreiben und dem Wagen seine leichte Patina und die paar Macken so lange wie möglich zu lassen. Zum Herunterziehen des gesamten Lacks mit allen Nebenarbeiten ist der Wagen derzeit einfach zu gut. Ganz dezent kommt noch etwas Werbung für cybercool - Shop & Museum auf den Kofferraumdeckel, und dann steht auch einem Einsatz als origineller Geschäftswagen zu passenden Gelegenheiten nichts mehr im Wege - privater Gebrauch wird natürlich nicht ganz ausgeschlossen Inzwischen fängt auch meine Frau an, den Wagen zu mögen (zuerst hätte sie bei Herrn Brawand lieber den 1953er Bel Air mitgenommen ...), und mit seinem europäischen Format und der angenehm leichten Servolenkung lässt er sich auch im engen Stadtverkehr problemlos bewegen. Und so wie es derzeit aussieht, wird der Valiant auch nicht mein letzter Plymouth A-Body sein. Ein 1968 Barracuda "Formula S" mit 340er V8 wäre ja auch nicht schlecht, oder? Fortsetzung folgt ... so war der Stand bis Sommer 2011 Aber nichts ist so beständig wie die Veränderung ... Da ich in den letzten Jahren relativ wenig Zeit mit meinem Valiant unterwegs sein konnte, habe ich mich im Sommer 2011 entschlossen, den Wagen in gute Hände abzugeben. Inzwischen ist er bei einem neuen Besitzer im Norden Deutschlands angekommen, der sich über den immer noch sehr schönen und originalen Zustand des Wagens freut. Ich bin allerdings immer noch mit amerikanischen Klassikern unterwegs, ein sehr schöner, originaler 1978er Ford LTD Country Squire mit nur wenig über 30.000 Meilen gehört seit mehreren Jahren zu meinem Fuhrpark. Allerdings steht dieser Station Wagon seit Dezember 2011 auch zum Verkauf, er muß einem 1953er Hudson Hornet weichen .... Wenn Sie also Interesse an dem Ford haben sollten, bitte eine Mail an mich oder einen Blick auf www.mobile.de. Falls Sie als Mopar-Liebhaber oder -Besitzer Interesse an dieser Domain www.1967valiant.de oder an www.plymouth-valiant.de haben sollten, bitte ebenfalls bei mir melden. Irgendwie werden wir uns dann schon handelseinig ... Über kurz oder lang werde ich diese Webseiten schließen. Viele Grüße an alle Besucher und viel Spaß weiterhin mit dem "rostigsten Hobby der Welt"! Gerhard Linke Kupferzell, im Januar 2012 |
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